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Einblick in die Fachveranstaltung „Stadtteilarbeit in Friedrichshain-Kreuzberg“
26.02.26Am vergangenen Freitag waren vier unserer Kolleg:innen Amira Hoeltz (Leitung des Standorts „Bona Peiser“), Fatih Kanalici (Mobile Stadtteilarbeit und Leitung des Fachbereichs Sozialberatung), Marie Gauger (Mobile Stadtteilarbeit) und Zahra Peasey (Mobile Stadtteilarbeit, Schwerpunkt Kooperationen und Kommunikation) Teil der vom Paritätischen Wohlfahrtsverband LV Berlin e.V. organisierten Fachveranstaltung „Stadtteilarbeit in Friedrichshain-Kreuzberg“ im Nachbarschaftshaus Urbanstraße.
Ziel der Veranstaltung war es, sich mit anderen Akteur:innen aus dem Bezirk auszutauschen und Ideen zu entwickeln, wie Stadtteilarbeit weiter ausgebaut werden kann, um langfristig die Lebensbedingungen von Menschen zu verbessern und mehr Möglichkeiten der Teilhabe zu schaffen. Außerdem gab es die Möglichkeit, in den Workshop-Phasen die aktuellen Themen und Entwicklungen in unserem Sozialraum zu sammeln und potenzielle Lösungsansätze gemeinsam zu überlegen.
Unser Team haben in einer kurzen Präsentation Erfahrungen aus unserer Stadtteilarbeit in Kreuzberg-Nord geteilt. Hierbei haben sie die Wichtigkeit von starken Kooperationen mit lokalen Akteur:innen betont, um das Angebotsspektrum für Nachbar:innen gezielt zu erweitern, sowie die unverzichtbare Rolle der Mobilen Stadtteilarbeit als Instrument zum Sichtbarmachen der Angebote unterstrichen. Außerdem haben sie erläutert, wo die Stadtteilarbeit aktuell an ihre Grenzen stoßt – nämlich in der Einzelbegleitung von Menschen, die über die Rahmen der regulären Sozialberatung hinaus mehrfach belastet sind – sei es durch die Knappheit von bezahlbaren Wohnungen, Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, fehlende Versorgungsstrukturen (insbesondere in der psychosozialen Unterstützung), Sanktionen vom Jobcenter oder durch langwierigen Aufenthaltsprozessen.
Anwesend waren unter anderem die Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann, die Sozialstadträtin und stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Regine Sommer-Wetter, der Leiter der Arbeitsgruppe „Stadtteil- und Seniorenangebote“ des Amt für Soziales Dr. Emram Çelik, die Sozialräumliche Planungskoordination vertreten durch Monika Fröhlich, sowie die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung (SenASGIVA) vertreten durch Sascha Richert.
Viele Themen wurde während der Veranstaltung diskutiert: Bürokratie und Hürden in der Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und der Verwaltung, die steigende Komplexität von Problemlagen im Bezirk (z.B. Obdachlosigkeit, Drogenkonsum, Wohnungsmangel, Wegfall von Deutschkursen) sowie die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit von Menschen angesichts der diversen Kriege und Umweltkatastrophen.
Die Veranstaltung hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, ganzheitliche Lösungsansätze in der Stadtteilarbeit zu entwickeln, bei denen die stadtentwicklungspolitische Perspektive der Verwaltung und die menschennahe Perspektive der Sozialen Arbeit (als Sprachrohr für die Perspektive der Bürger:innen) gleichzeitig berücksichtigt werden.
Wir freuen uns auf weitere ortsteilübergreifende Vernetzungsmöglichkeiten innerhalb des Bezirks sowie auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung, damit die Stadtteilarbeit zukunftssicher, krisenfest und realitätsnah weiterentwickelt werden kann.