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Botschaften gegen Rassismus – Linolschnitt-Workshop mit dem Mobilen Stadtteilarbeit-Team

19.03.26

Gestern konnten Nachbar:innen aus unserem Kiez zusammen mit unserem Mobilen Stadtteilarbeit-Team im Rahmen der Internationalen Wochen Gegen Rassismus Botschaften gegen Rassismus in Linolschnitt-Drucken kreieren.

Am Anfang des Workshops teilten manche Besucher:innen ihre persönlichen Erfahrungen von erlebtem Rassismus. Eine Besucherin erzählte von ihrer Erfahrung bei einem Arztbesuch, bei dem sie als Patientin nicht ernst genommen wurden und ihr gesagt wurde, dass sie zurück in ihr Heimatland kehren sollte. Ein anderer Besucher erzählte über seine Erfahrungen als Rollstuhlfahrender in der U-Bahn und wie ihm den Zustieg verweigert wurde. Die Geschichten sind schmerzhaft und der Workshop diente als Anlass, diese Geschichten kreativ sichtbar zu machen, damit andere Menschen von den persönlichen Auswirkungen von Rassismus in unserer Gesellschaft erfahren.

Die Teilnehmenden hatten während des dreistündigen Workshops in unserem Nachbarschaftscafé die Möglichkeit, die Technik des Linolschnitts zu erlernen und ihre Motive in verschiedenen Farben zu drucken. Nachdem die die Technik gemeistert wurde, haben die Teilnehmenden beim Schneiden und Drucken einander geholfen und einander die neu erlernten Druck-Tricks gezeigt. An der Farbplatte wurden sehr kreativ Farben gemischt und Tipps für Farb-Kombinationen geteilt.

Ein Dattelbaum aus Iraq, Porträts, Botanisches, Symbole gegen Rassismus und auch eine starke Botschaft über die Wichtigkeit von Barrierefreiheit für Menschen mit Rassismus-Erfahrungen und Mobilitätseinschränkungen – der Nachmittag war voller berührender persönlicher Geschichten, Verbundenheit und Kreativität.

Der Nachmittag hat uns wieder gezeigt, wie wichtig es ist, solche Räume zu schaffen, im denen persönliche, sensible Geschichten gehört und miteinander geteilt werden können. Und auch wie Kreativität oft die Brücke ermöglicht, solchen Geschichten einen Platz zu geben. Wir hoffen, dass wir während des Jahres auch weitere solche Momente schaffen können.

Ein Beitrag von Zahra Peasey