Mit Ihrer Unterstützung können wir noch mehr tun!

spenden .

Blog

Das Nachbarschaftscafé – das Herzstück des Mehrgenerationenhauses

12.11.24

Wie kann ein offenes Wohnzimmer für den Kiez aussehen? Wie kann so ein Raum gestaltet werden, dass möglichst viele Menschen sich dort wohlfühlen? Und was muss dort passieren, damit diese Menschen gerne wiederkommen? Mit all diesen Fragen (und vielem mehr!) haben wir uns in den letzten Monaten mit Blick auf unser offenes Nachbarschaftscafé intensiv beschäftigt.

Dank einer Sonderförderung des Programms Sozialer Zusammenhalt konnten wir zusammen mit einem externen Raumgestalter ein Konzept entwickeln, um das Herzstück des Mehrgenerationenhauses so zu gestalten, dass es möglichst zur Entspannung und Begegnung einlädt. Mit viel natürlichem Holz, einer atmosphärischen Beleuchtung und vielen Pflanzen konnte das Café in einem attraktiven, multifunktionalen Ort für die ganze Nachbarschaft umgewandelt werden.

Aufgrund der Renovierung kann der Raum nun ganz anders genutzt werden. Seit Anfang September können wir zweimal die Woche eine warme Mahlzeit für Nachbar:innen anbieten, liebevoll gekocht von unserer langjährigen Mitarbeiterin Emel. Wir beobachten jede Woche wie neue und bekannte Gesichter den Raum füllen und miteinander über das Kiezgeschehen ins Gespräch kommen. Außerdem findet jeden Mittwoch nun ein Elternfrühstück statt, bei dem 8 bis 10 Menschen (hauptsächlich Mütter von Kindern aus der benachbarten Grundschule) sich über den Schulalltag ihrer Kinder austauschen und Rat von anderen Eltern holen können. Ab November startet auch ein monatlicher Vätertreff, bei dem über Erziehungsthemen niedrigschwellig beim Spielen ausgetauscht wird.

Die bereits etablierten Angeboten – z.B. der Jugendraum und Mädchentreff – finden außerdem auch im neu renovierten Café statt. Im Sommer haben Teilnehmende des Jugendraums im Café die EM-Fußballspiele gemeinsam geschaut. Außerdem konnten beim KiezDinner Kinder für ihre Eltern kochen.  Durch die Renovierung nehmen Nachbar:innen das Haus anders wahr und kommen gerne zum Kaffee trinken, Zeitung lesen und verweilen rein. Auch kurze informelle Beratungsgespräche können nun im Café stattfinden.

Die Umgestaltung des Cafés hat uns gezeigt, wie zentral sogenannte „Dritte Orte“ in Zeiten der Einsamkeit sind und wie es gelingen kann, Räume zu schaffen, die unterschiedlichen Zielgruppen gerecht sind. Regelmäßig stattfindende Angebote – wie z.B. das Mittagsessen oder der Kaffeeklatsch – schaffen eine langfristige Anbindung zum Haus und ermöglichen, dass wir mehr ins Gespräch mit Nachbar:innen gehen und auf ihre Bedürfnisse reagieren können.  Aktuell sammeln wir Ideen für die weitere Entwicklung des Nachbarschaftscafés und möchten 2025 unser Angebotsspektrum erweitern, z.B. mit informativen Veranstaltungen. Geplant sind auch wechselnde Ausstellungen von Kunstgruppen aus der Nachbarschaft (zum Beispiel wird ab 3. Dezember auch die Fotoausstellung „Steht doch da“ vom Alpha-Bündnis zu sehen).

Uns ist klar – ein offenes Wohnzimmer für den Kiez gelingt nur, wenn möglichst viele Nachbar:innen sich einbringen und den Ort mitgestalten. Falls ihr eine Idee für ein neues Angebot in unserem Nachbarschaftscafé habt, freuen wir darauf, von euch zu hören!

 

 

Ein Beitrag von Zahra Peasey