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15 Jahre Kreuzberg kickt – 15 Jahre Räume für Jugendliche, die mehr brauchen als nur einen Platz zum Fußballspielen
13.07.26Was 2011 als sportorientiertes Angebot der Jugendgewaltprävention begann ist heute weit mehr als ein Fußballprojekt. Seit 15 Jahren schaffen wir Räume für Jugendliche – Räume für Begegnung, Vertrauen, Gemeinschaft und Perspektiven. Auf Bolzplätzen und in Sporthallen entstehen nicht nur spannende Spiele, sondern auch Beziehungen, die oft über viele Jahre tragen.
Am 20. Juni bei heißen Sommertemperaturen hat die Kreuzberg kickt Crew ein feierliches Streetfooball-Turnier auf einem Bolzplatz in der Waldemarstraße organisiert. Mitgemacht haben über 40 junge Menschen, die in 6er-Teams gespielt haben und diverse Preise gewinnen konnten. Insbesondere haben alle Mitspielende sich gefreut, ein heißbegehrtes Kreuzberg kickt T-Shirt* mit nach Hause nehmen zu können, um den großen Geburtstag des Projekts zu feiern.
Unterschiedliche Teams, Wegbegleiter und Unterstützer kamen zusammen, spielten Fußball, tauschten Erinnerungen aus und feierten 15 Jahre gelebte Jugendarbeit. Sie blickten auf unzählige Turniere, tausende Begegnungen und Lebensgeschichten, die sich in den 15 Jahren entwickelt haben. Koordinator des Projekts Murat Akkas erinnert sich sogar an Menschen, die als Teenager mitgespielt haben und heute nun verheiratet sind und ihre eigene Familie gründen. “Ich freue mich darauf, die zweite Generation begleiten zu können”, sagt Murat.
Viele Jugendliche, die früher selbst mitgespielt haben, engagieren sich heute als Trainer, Ehrenamtliche oder pädagogische Mitarbeitende. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der Peer-to-Peer-Ansatz: Teilnehmende, die lange einen Teil der Gemeinschaft sind, werden zu Botschaftern: sie geben ihre Erfahrungen weiter und werden selbst zu wichtigen Bezugspersonen. Dadurch entsteht ein besonders authentischer Zugang, der neu dazugekommene Jugendliche oft auf Augenhöhe erreicht. Durch den sorgfältigen Vertrauensaufbau über einen längeren Zeitraum können sensible Themen wie Straßengewalt, seelische Gesundheit und persönliche Weiterentwicklung thematisiert.
Der Tag hat gezeigt, wie stark das Netzwerk rund um Kreuzberg kickt in den letzten 15 Jahren gewachsen ist. Und auch wie viel leidenschaftliches Engagement von Jugendlichen in das Projekt fließt. Denn aus einem Bolzplatz kann viel mehr werden als ein Spielfeld – ein Ort für Gemeinschaft, Zukunft und neue Perspektiven.
Am 10. Oktober findet das letzte Draußenspiel statt – diesmal am Chamissoplatz. Dann geht die Hallenzeit wieder los. Alle Termine bei Instagram.
Instagram: kreuzbergkickt
Spenden: über Betterplace
*Ein Teil der T-Shirts wurde im Rahmen der Aktionsfonds über das Quartiersmanagement Wassertorplatz finanziert.